Im Bereich der heutigen St.-Elisabeth-Gemeinde wurde um die Wende zum
20. Jahrhundert der Teil zwischen der Münster- und Nikolauspfarrei intensiv
bebaut. Schon früh war eine Kirche eingeplant und bei der Errichtung der
Pfarrei 1910 die Grenzen der Gemeinde festgeschrieben.
Durch den topographischen Aufbau fehlt der Gemeinde innerhalb ihrer
städtischen Strukturen der Bezugspunkt zu einer klar abgegrenzten
Baueinheit und einem wirtschaftlichen Mittelpunkt. Ebenso sind zwei
langgezogene Hindernisse nicht gerade gemeinschafts- und kontaktfördernd.
Dies sind die Eisenbahnlinie und die vielbefahrene Reuterstraße, durch die
die Gemeinde in drei Teile gegliedert wird. Die Ausdehnung der Gemeinde
ist in Ost-West-Richtung etwa 2 km, in Nord-Süd Richtung 1,5 km. Es
schließen sich die Gemeinden St. Winfried, St. Nikolaus, St. Sebastian,
St. Martin (Münster) und St. Remigius an.
Anonymität, bedingt durch z.T. städtischen Wohnungsgegebenheiten, eine
nie endende Fluktuation der Bewohner sowie die Zunahme der gewerblich
genutzten Räume erschweren die Gemeinschaft in der Gemeinde
St Elisabeth.
Trotzdem ist es gelungen über die Gottesdienste hinaus die
Gemeinde lebhaft zu gestalten, auch wenn sich die Aktivitäten über die
Jahrzehnte verändert haben. Vom Beginn der Gemeinde an aktiv sind u.a.
Kirchenchor, Frauengemeinschaft, karitative Vereinigungen und
Pfarrbücherei. Seit 1912 arbeiten der Kirchenvorstand (Vermögensverwaltung)
und seit 1968 der Pfarrgemeinderat (vom 2. Vatikanischen
Konzil gewünschte Vertretung der Laien auf Pfarreiebene). Die Jugendarbeit
erlebte in der vergangenen Zeit Höhen und Tiefen. Weitere Gruppen, wie
Öffentlichkeits- und Missionsausschuss, Gesprächs- ünd Spielkreise fördern
den Dialog inner- und außerhalb der Gemeinde. Seit 1964 gibt es als feste
Einrichtung einen eigenen Kindergarten.