Anton Mormann
Bildhauer aus Wiedenbrück/Westf.
* 2.11.1851 in Sünninghausen
+ 29.12.1940
Mormann erhielt den Auftrag, die Reliefs der von Becker entworfenen
Kreuzwegstationen für St. Elisabeth zu schaffen.
Die Stationen I-IV befinden sich in den Nischen des nördlichen Querschiffes,
Stationen V-X schmücken die Westseite der Langhauspfeiler und XI-XIII, die
Darstellungen der Kreuzigung entfalten sich an der Südwand des südlichen
Querarms. Allen gemein ist die Gestaltung der vollplastischen Gruppen vor
blauem Hintergrund aus glasiertem Mosaik. Größe und plastische
Durchgestaltung der Rahmenarchitektur aber erfahren eine inhaltlich
gebundene Steigerung, die ihren Höhepunkt in der Kreuzigungsgruppe im
südlichen Querschiff findet.
Hans Faulhaber vollendete diesen Zyklus 1939 mit der Darstellung der
Grablegung an der Südwand der Herz-Jesu-Kapelle.
Mormann sind des weiteren der Antoniusaltar an der Südwand der mittleren
Eingangshalle sowie die knienden Chorschrankenengel zuzuschreiben.
Literatur:
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. 25 (1939), S.160.
Heinrich Schiestl
Bildhauer
* 23.2.1864 Zell am Ziller/Tirol
+ 11.4.1940 Würzburg
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Sohn des gleichnamigen Bildschnitzers
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Bruder von Matthäus und Rudolf Schiestl
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Schüler der Münchner Akademie (Prof. Eberle)
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Tätig in Würzburg
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Mitglied der Gesellschaft für christliche Kunst in München
Arbeiten:
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Altarrelief in der Franziskanerkirche Würzburg
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Kreuzwegstationen in St. Adalbero Würzburg
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Kreuzwegstationen in der Kirche zu Lindenberg (Allgäu)
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Kriegerdenkmäler und Kruzifixe für verschiedene Auftraggeber
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Figuren der Pfeileraltäre in St. Elisabeth Bonn
Literatur:
Kunst und Handwerk, 60 (1909/10), S.165/67, m. 6 Abb.
Frankenbuch, 5 (1918) S. 125f
Die christliche Kunst, 17 (1920/21) S.125f.
Die christliche Kunst, 25 (1928/29) S. 89.
Mein Heimatland, 14 (1927) S. 180/83
Dreßlers Kunsthandbuch, 1930 II
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XXX (1936), S. 61
Matthäus Schiestl
Maler und Grafiker
* 27.3.1869 in Gingl bei Salzburg
+ 1939
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Sohn des gleichnamigen, in Salzburg wirkenden Bildschnitzers
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Bruder von Heinrich und Rudolf Schiestl
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Schüler von W. von Dietz und L. von Löfftz
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Wirkungskreis: München
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Mitglied der Gesellschaft für christliche Kunst in München
Altarbilder für:
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St. Benno, München
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St. Marien, Kaiserslautern
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Adalberokirche, Würzburg
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St. Elisabeth, Bonn
In seinen Bildern greift Schiestl vornehmlich christliche Themen aus Legenden, Sagen und Märchen auf. Sein Stil ist der altmeisterlichen Malerei des späten Mittelalters aus der Sicht des 19. Jahrhunderts verpflichtet.
Für St. Elisabeth schuf er den Elisabethaltar, sowie die Altarflügel der beiden Pfeileraltäre.
Literatur:
Die christliche Kunst 3 (1906/07), S. 121-136
Die christliche Kunst 12 (1915/16), S. 22f.
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XXX (1936), S. 61.