Georg Busch
Holz- und Steinbildhauer
* 11.3.1862
+ 10.8.1943 München
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Ausbildung in der väterlichen Kunstschreinerei in
Großsteinheim/Hanau
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1880-82 Zeichenakademie Hanau
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1882-1888 Stipendium an der Münchner Akademie, Schüler von
Eberle
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ab 1888 eigene Werkstatt in München
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1885 Gründung des Albrecht Dürer-Vereins zur Pflege der christlichen
Kunst
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1893 Mitbegründung der Gesellschaft für christliche Kunst
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seit 1909 Veröffentlichung einer Monographiereihe Die Kunst dem
Volke
Gestaltung v.a. religiöser Themen: Zu seinem weit über München
hinausgehenden Schaffen gehören 25 Altäre, 14 Kreuzwegstationen und eine
große Anzahl Grabmäler.
Zu seinen Hauptwerken zählt der Herz-Jesu-Altar in der Elisabethkirche
(1915-18). Unabhängig von den Vorentwürfen des Architekten Ludwig Becker,
suchte Busch eine formal ungewöhnliche Lösung. Unter Verzicht auf das
übliche Schreingehäuse fügte er 36 vollplastische Holzfiguren unmittelbar in
das Halbrund der südlichen Seitenschiffapsis. Mit dieser Einbindung des
Altares in die Architektur aber berühren sich die konzeptionellen
Vorstellungen Beckers und Buschs und schaffen die Grundlage für eine
einheitliche Gesamtwirkung.
Literatur:
Walter Rothes, Georg Busch, mit 42 Abb. in: Die Kunst dem Volke, 1923,
No. 50.
Sauer, allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 15, 1997, S. 307.
Hans Faulhaber
Bildhauer
* 26.5.1883 in Schönbach
+ vor 1955
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Steinmetzlehre bei Matthäus und Heinrich Schiestl, Würzburg
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Mitarbeiter G. Eberleins am Nat.-Denkmal in Buenos Aires
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1912 Wagner-Stipendium
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bis 1914 Studium in Rom
Werke: -
Kriegerdenkmal in Ottobeuren und Miesbach
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Gruppe des Hl. Aloysius für St. Klara, Nürnberg
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Kriegserinnerungs-Altar für St. Johann-Baptist, Magdeburg-Salbke
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Reliefs für Pullach
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Madonnenstatue für Pyrbaum/Oberpfalz
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Grablegung Christi und Kriegergedenkstätte für St. Elisabeth, Bonn
Literatur:
Vollmer, Künstlerlexikon, Bd. 2 1955, S. 78.
Alexander Iven
Bildhauer aus Köln
* 18.5.1854 in Wegberg bei Aachen
+ 2.1.1934 Köln
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Studium in Löwen unter von der Linden, de Vigne und Louis de Taye
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Studienreisen nach Nordfrankreich, Italien und dem Rheinland
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Wirkungskreis: Köln und das Rheinland
Für St. Marien in Düsseldorf schuf Iven das Tympanon am Hauptportal und
einzelne Figurengruppen an den Seiteneingängen, Pfeilerfiguren für den
Innenraum sowie große Teile der Kreuzwegstationen.
Auch das Grabdenkmal des Kanzlers und Erzbischofs Reinald von Dassel im
Kölner Dom stammt von diesem Künstler. Zahlreiche weitere Beispiele seines
in den unterschiedlichsten Materialien ausgeführten Werkes finden sich in
Köln, Düsseldorf, Duisburg und Berlin.
Becker schätzte seine Kunst und beauftragte Iven mit der Gestaltung
des gesamten Figurenschmucks für Hochaltar und Pfeileraltäre in
St. Elisabeth.
Literatur:
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XIX (1926), S. 368f.
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Anton Mormann
Bildhauer aus Wiedenbrück/Westf.
* 2.11.1851 in Sünninghausen
+ 29.12.1940
Mormann erhielt den Auftrag, die Reliefs der von Becker entworfenen
Kreuzwegstationen für St. Elisabeth zu schaffen.
Die Stationen I-IV befinden sich in den Nischen des nördlichen Querschiffes,
Stationen V-X schmücken die Westseite der Langhauspfeiler und XI-XIII, die
Darstellungen der Kreuzigung entfalten sich an der Südwand des südlichen
Querarms. Allen gemein ist die Gestaltung der vollplastischen Gruppen vor
blauem Hintergrund aus glasiertem Mosaik. Größe und plastische
Durchgestaltung der Rahmenarchitektur aber erfahren eine inhaltlich
gebundene Steigerung, die ihren Höhepunkt in der Kreuzigungsgruppe im
südlichen Querschiff findet.
Hans Faulhaber vollendete diesen Zyklus 1939 mit der Darstellung der
Grablegung an der Südwand der Herz-Jesu-Kapelle.
Mormann sind des weiteren der Antoniusaltar an der Südwand der mittleren
Eingangshalle sowie die knienden Chorschrankenengel zuzuschreiben.
Literatur:
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. 25 (1939), S.160.
Heinrich Schiestl
Bildhauer
* 23.2.1864 Würzburg
+ 1940
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Sohn des gleichnamigen Bildschnitzers
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Bruder von Matthäus und Rudolf Schiestl
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Schüler der Münchner Akademie (Prof. Eberle)
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Tätig in Würzburg
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Mitglied der Gesellschaft für christliche Kunst in München
Arbeiten:
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Altarrelief in der Franziskanerkirche Würzburg
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Kreuzwegstationen in St. Adalbero Würzburg
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Kreuzwegstationen in der Kirche zu Lindenberg (Allgäu)
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Kriegerdenkmäler und Kruzifixe für verschiedene Auftraggeber
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Figuren der Pfeileraltäre in St. Elisabeth Bonn
Literatur:
Kunst und Handwerk, 60 (1909/10), S.165/67, m. 6 Abb.
Frankenbuch, 5 (1918) S. 125f
Die christliche Kunst, 17 (1920/21) S.125f.
Die christliche Kunst, 25 (1928/29) S. 89.
Mein Heimatland, 14 (1927) S. 180/83
Dreßlers Kunsthandbuch, 1930 II
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XXX (1936), S. 61
Matthäus Schiestl
Maler und Grafiker
* 27.3.1869 in Gingl bei Salzburg
+ 1939
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Sohn des gleichnamigen, in Salzburg wirkenden Bildschnitzers
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Bruder von Heinrich und Rudolf Schiestl
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Schüler von W. von Dietz und L. von Löfftz
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Wirkungskreis: München
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Mitglied der Gesellschaft für christliche Kunst in München
Altarbilder für:
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St. Benno, München
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St. Marien, Kaiserslautern
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Adalberokirche, Würzburg
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St. Elisabeth, Bonn
In seinen Bildern greift Schiestl vornehmlich christliche Themen aus Legenden, Sagen und Märchen auf. Sein Stil ist der altmeisterlichen Malerei des späten Mittelalters aus der Sicht des 19. Jahrhunderts verpflichtet.
Für St. Elisabeth schuf er den Elisabethaltar, sowie die Altarflügel der beiden Pfeileraltäre.
Literatur:
Die christliche Kunst 3 (1906/07), S. 121-136
Die christliche Kunst 12 (1915/16), S. 22f.
Thieme-Becker, Künstlerlexikon, Bd. XXX (1936), S. 61.
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