Katholische Pfarrgemeinde St. Elisabeth, Bonn

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Mini-Camp August 2013

Die letzte Ferienwoche brach an und es wurde wieder Zeit für das alljährliche Mini-Camp. Dieses Jahr war die Teilnahme sehr groß. Somit trafen sich am 26. August 42 Kinder und Jugendliche des Pfarrverbandes Bonn-Süd vor dem Pfarrheim in St. Elisabeth voller Erwartungen auf die kommende Woche. Die 42 Teilnehmer bestanden aus 32 Gruppenkindern im Alter von 8 bis 14 Jahren und einem zehnköpfigem Leiterteam im Alter von 17 bis 22 Jahren. Nach einer Anfangs sehr lauten Busfahrt, die sich durch eine Ansprache unseres Busfahrers, in eine angenehme Fahrt durch die Serpentinen rund um den Rursee in der Eifel verwandelte, erreichten wir nach 90 Minuten das ca. 100 Kilometer entfernte Woffelsbach am Rursee.

Dort bezogen wir das am See gelegene "Natur-bewegt-dich"-Gruppenhaus. Nachdem alle Zimmer gefunden und alle Betten bezogen waren, versammelten sich alle Teilnehmer der Ferienfreizeit im größten Raum des Gruppenhauses um einander mithilfe einiger Gruppenspiele kennen zu lernen. Nach einer kleinen Stärkung, begann das, von älteren Teilnehmern bekannte, "Aussetzspiel". Die Kinder wurden also in Kleingruppen mit jeweils einem Gruppenleiter in der Umgebung des Hauses ausgesetzt. Ziel war es nun den Weg nach Hause zu finden. Ein großer Spaß sowohl für die jüngeren Teilnehmer als auch für die Gruppenleiter. Nachdem alle Gruppen nach Hause gefunden hatten, wurde gemeinsam zu Abend gegessen. Damit neigte sich der erste Tag dem Ende zu. Jeder Tag im Mini-Camp wird traditionell mit einer Andacht beendet. So auch an diesem Tag. Eine besonders ungewohnte Situation für neue Teilnehmer, da Andachten von Klassenfahrten oder Ähnlichem nicht bekannt sind. Das Ziel der Andacht ist es, die Kinder zur Ruhe zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, das am Tag erlebte zu reflektieren. Wir Gruppenleiter erhoffen uns damit jedes Jahr auch den Übergang in die Nachtruhe zu erleichtern. Wie immer war es auch dieses Jahr wieder nur eine Wunschvorstellung, deswegen mussten wir den Plan für den zweiten Tag umkrempeln und entschlossen uns, die Kids am nächsten Tag mithilfe von vielen Lauf-Spielen der überschüssigen Energien zu entledigen. Das war ein Spaß für alle Teilnehmer

Wie jedes Jahr machten wir es uns auch zur Aufgabe ein wenig Bibelarbeit zu verrichten. Da wir vor der Haustür Unmengen an Wasser hatten, fanden wir das Thema "Arche Noah" wie maßgeschneidert. Somit schauten wir uns alle gemeinsam die Bibelstellen an und hielten unsere gewonnen Erkenntnisse in Form von Mindmaps fest.

Bibelstunden können jedoch auch zu praktischer Arbeit verleiten. Bei uns machte sich dies durch den Bau einer "kleinen" vier Meter Arche bemerkbar, an der alle fleißig mitarbeiteten. Beispielsweise musste die Holzplanken zugeschnitten und miteinander verbunden werden. Man konnte sich aber auch künstlerisch beteiligen, indem man die Verkleidung der Arche auf Papier malte und dieses am Schiff befestigte. Nach einigen Stunden Arbeit war dann unsere Arche fertig, von da an schmückte sie den Vorhof des Gruppenhauses. Nach einem ereignisreichen Tag, gingen nun alle Kinder in die wohl verdiente Nachtruhe. Für uns Leiter war jedoch noch kein Feierabend, denn wir erwarteten am Abend noch Besuch von Pater Jacek, der mit uns, wie in den letzten Jahren auch schon, die heilige Messe zelebrieren wollte. Nun mussten wir noch spontan die Messe gestalten und unseren Gast willkommen heißen.

Die Verwunderung war am Mittwochmorgen für alle Gruppenkinder groß, als diese feststellten, dass plötzlich Pater Jacek mit am Frühstückstisch saß. Nach dem Frühstück wurden die letzten Vorbereitungen für die Messfeier getroffen.

Da es ein wunderschöner Morgen war, entschlossen wir uns die Messe draußen zu feiern. Eine wirklich gute Entscheidung, da eine Messe im Vordergrund des Rursee-Panoramas wirklich sehr beeindruckend ist.

Nach der Messe machten wir uns bereit, um zu einer Tages-Wanderung aufzubrechen. Mit den Autos wurden wir nach Vogelsang gebracht und wanderten über eine Hügelkette, durch das verlassene Dorf Wollseifen, nach Einruhr. Das Ziel war eine Bootsfahrt auf den Rursee. Nach der Schifffahrt, stand noch eine einstündige Wanderung zurück zum Haus bevor. Die Kinder, welche schon zu müde waren, um den Weg noch zu wandern, wurden mit den Autos nach hause gebracht.

Der größte Teil der Gruppe, schaffte aber auch diesen Abschnitt noch zu Fuß. Sichtlich gezeichnet von der Anstrengung freuten sich alle auf das Abendessen.

Am Donnerstag ermöglichte uns das Wetter, einen Ausflug in das Seeschwimmbad zu machen. Das Schwimmbad befindet sich im zwei Kilometer entfernten Rurberg. Sofort wurde ein im See treibendes Floss von unserer Gruppe in Beschlag genommen, auf dem sich alle austoben konnten. Entweder mit gut platzierten Wasserbomben, gekonnten Köppern ins Wasser oder indem man den "Ins-Wasser-Werf-Dienst" unserer Gruppenleiter in Anspruch nahm. Nach diesem aufregendem Tag freuten sich die Kinder schon auf ihre Betten und so ging unser Vorletzter Tag in Woffelsbach zu Ende.

Nun brach auch schon der letzte Tag an, den wir alle gemeinsam im Gruppenhaus verbrachten. Am letzten Tag war der See vor unserer Haustür besonders verführerisch für die Kids. Nicht nur einer kam in Versuchung direkt vor der Haustür ins Wasser zu hüpfen, was bis Freitag nicht möglich war, da offiziell das Schwimmen in diesem Teil des Sees nicht gestattet ist. Wie gut, dass unsere Nachbarn die engagierten Rettungsschwimmer der DLRG waren. Durch ihre Unterstützung durften sich unsere Gruppenkinder eine kleine Wasserschlacht, inklusive großer Feuerwehrschläucher und Schwimmen im See vor der Haustür, liefern.

Traditionell gibt es am letzten Abend eine kleine Party im Mini-Camp. Diese musste wir jedoch kurzfristig in einen Videoabend umwandeln, da einige im Haus wohnhafte FSJ-ler mit dieser Lärmbelästigung nicht einverstanden waren. Die Party wird auf jeden Fall beim Nachtreffen nachgeholt!

Am nächsten Tag ging es dann wieder ins geliebte Bonn zurück, denn nicht zu vergessen ist: Wir Messdiener werden noch gebraucht!

Laura Bawol