Katholische Pfarrgemeinde St. Elisabeth, Bonn

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Pastor Jäckel 75 Jahre - Festgottesdienst 14.9.2008

Festgottesdienst und Empfang am 14. September 2008

Prolog:

1969, drei Volksschüler trödeln ihren Weg von der Elisabethschule, der heutigen Till-Eulenspiegel-Schule, zurück ins Elisabeth-Viertel. In der letzten Stunde hatten sie "Reli" – das "Vater Unser" war abgeprüft worden. An der Ecke Rittershaus-/Schumannstraße wurden sie von ihrem Religionslehrer eingeholt, dem Montfortaner-Pater und Kaplan Edmund Jäckel, der schnellen Schrittes dem Pfarrhaus zustrebte. "Am Donnerstag seid ihr um halb vier im Pfarrheim, Messdienerstunde!", eröffnete er im Vorbeigehen. Das war trotz laufender 68er-Revolte nicht als optionales Angebot der Freizeitgestaltung gemeint, sondern es war eine Anweisung mit selbstverständlichem Vorrang vor Hockeytraining, Bratsche-Stunden o.ä.. Also waren die drei zur vereinbarten Zeit da und danach einige Jahre Messdiener.

Zeitsprung:

2008, wieder an der Ecke Rittershaus-/Schumannstraße, Haus der Studentenverbindung Rheno-Borussia. Die Menschen streben dorthin zum Geburtstagsempfang anlässlich des 75. Geburtstages von Pater Jäckel, seit nunmehr über 25 Jahren Pastor an St. Elisabeth. Das Pfarrheim steht nicht zur Verfügung, da es in diesen Tagen wegen Umbauarbeiten durch den Kindergarten genutzt wird. Zuvor sind die Menschen im Festgottesdienst in der Elisabethkirche gewesen. Pastor Jäckel hielt die Messe gemeinsam mit einer Reihe von Con-Zelebranten - aus dem Seelsorgebereich und darüber hinaus. Fast alle Messdiener waren angetreten und der Elisabeth- und der Jugendchor gestalteten die Messe musikalisch.

Pfarrer Müller aus Köln, der früher einmal in St. Elisabeth tätig gewesen war, hielt die Festpredigt und stellte Betrachtungen zum Thema "Kreuz" an: Das Kreuz kann auch Planungen und Lebensentwürfe "durchkreuzen" und schwierige Wege vorgeben. Nicht wenige werden dabei an die anstehende territoriale Neuordnung der Katholischen Kirche auch hier in Bonn gedacht haben. Diese mit dem Festtag leider auch verbundene Seite griff Dechant Weeger zum Schluss bei seinen Segenswünschen für Pastor Jäckel auf. Der feierliche Auszug von Pastor Jäckel durch das Hauptportal hatte unfreiwilligen Symbolcharakter und ließ manchen schlucken: Quo vadis St. Elisabeth?

Auf dem Haus der Rheno-Borussen wurde dann wieder fröhlich gefeiert: Herr Saß gratulierte für den Pfarrgemeinderat und Herr Forst für den Kirchenvorstand. Von beiden Gremien erhielt Pastor Jäckel eine fest gebuchte Reise nach Instanbul und eine große Geburtstagstorte. Die Kindergartenkinder brachten ein Ständchen und die Glückwünsche von Bundespräsident Horst Köhler (Villa Hammerschmidt) und der Deutschen Bischofskonferenz (Kaiserstaße) wurden verlesen. Danach gab es ein reichhaltiges Buffet (Dank an Herrn Krautstrunk und Helfer), vielseitige Gespräche im Haus und auf der Terrasse, und die Kinder tobten im Garten. Den Rheno-Borussen ein herzliches Dankeschön für ihre Gastfreundschaft.

Ad multos annos Pater Jäckel und St. Elisabeth!

Dr. Ralph Wichmann